Wenn ältere Menschen sich die Knochen brechen

Eine falsche Bewegung oder ein Unfall können dazu führen, dass man sich einen oder mehrere Knochen bricht. Bei einer Knochenfraktur kommt es zu einer Dislokation des Knochens. Durch den Bruch verschieben sich die Knochenfragmente also aus ihrer üblichen anatomischen Lage in abnormale Positionen. Dieses Szenario geschieht tagtäglich hunderte Male in Deutschland. Die Folgen sind nur halb so schlimm wie sie klingen und mit Behandlung durch den Arzt und einem Gips, verwächst der Knochen wieder in seine normale Position. Sollte die Knochenfraktur jedoch bei älteren Personen über 50 Jahren auftreten, so sollten die Alarmglocken läuten. Wenn sich Personen im Alter einen Knochen brechen, so stellt das oft ein markantes Ereignis für den Betroffen dar. Unter Umständen ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig, welcher, wenn möglich, vermieden werden sollte. Werden ältere Menschen nämlich bettlägerig, so schwächt sie das zusätzlich. Nach längerer Bettlägerigkeit kann außerdem oft kein Anschluss mehr am Alltag gefunden werden. Auf Grund dessen ist das langfristige Ziel einer Therapie von Knochenfrakturen immer, Bettlägerigkeit und lange Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Der gesundheitliche Zustand vor dem Knochenbruch soll so schnell wie möglich wieder erreicht werden. Ebenso müssen Ärzte bei Vorfällen von Knochenbrüchen bei älteren Personen immer eine genaue Analyse der Faktoren, welche letztendlich zum Bruch führten, durchführen. Dies ist die einzige Möglichkeit mit der dem Risiko einer erneuten Fraktur entgegengewirkt werden kann.

Osteoporose tritt im Alter am häufigsten auf

Die Osteoporose, im Volksmund auch „Knochenschwund“ genannt, tritt vor allem bei Frauen über 50 Jahren auf. Die Knochenmasse von Erkrankten nimmt schneller ab und die Knochen werden somit regelrecht porös. Dies kann zu vermehrten Knochenbrüchen führen, da die Knochen an Robustheit verlieren.

Bricht sich eine ältere Person einen Knochen, sollte sie in der Ambulanz unbedingt immer auf Osteoporose kontrolliert werden. In Deutschland bricht ungefähr alle 64 Sekunden ein Knochen auf Grund von Osteoporose. In der Schweiz wurden mehr Tage mit Krankenhausaufenthalt auf Grund von Osteoporose als Herzinfarkt und Hirnschlag zusammen verbucht.

Die Zahlen belegen, dass Knochenschwund ein ernsthaftes Problem bei Menschen über 50 Jahren darstellt. Dabei kann gerade die frühzeitige Diagnose Hilfe schaffen. Erkennt der zuständige Arzt beim ersten Knochenbruch bereits Anzeichen auf eine Osteoporose, können Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden. Mit Kalzium, Vitamin D und gegebenenfalls Medikamenten kann die Knochendichte aufrechterhalten und weiteren Brüchen vorgebeugt werden.

Vorbeugung verhindert das Schlimmste

Durch eine Messung der Knochendichte kann Osteoporose frühzeitig erkannt werden. Wird sie rechtzeitig diagnostiziert, kann dem Knochenschwund entgegengewirkt werden. Dennoch lohnt es sich als Pensionär früh mit dem Training anzufangen. Körperliches und geistiges Training sollen helfen Frakturen vorzubeugen. Man könnte es als „Gehschule für Erwachsene: Durch richtiges Bewegen die Gefahr von Knochenbrüchen reduzieren“ bezeichnen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Koordinationsfähigkeiten geworfen. Dies soll Stürze verhindern. Die Sehfähigkeit und etwaige Korrekturen sollten auch kontrolliert und durchgenommen werden, um die Sturzgefahr im Alter zu vermindern. Vorbeugung von Stürzen ist also der wichtigste Hauptpunkt um ältere Menschen vor Schlimmerem zu bewahren.

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