Wann und warum Halsschmerzen nicht verharmlost werden sollten

Die meisten Menschen leiden mindestens zweimal im Jahr unter Halsschmerzen. Tritt das Leiden auf, so wird es meisten als Lappalie abgestempelt. Ganz nach dem Motto „Abwarten und Tee trinken“, sollten die Halsschmerzen ja wieder einfach verschwinden- oder?
Fühlt es sich an als hätte man einen Kloß im Hals stecken und der Rachen schmerzt, so sind dies meistens Begleitsymptome einer einfachen Erkältung. In diesem Fall ist es sogar ein gutes Zeichen. Es heißt lediglich, dass die Rachenschleimhaut gegen Viren kämpft und diese versucht abzuwehren. Auch andere von Viren ausgelöste Krankheiten können mit Halsschmerzen einhergehen. Die häufigsten unter ihnen sind die Angina, Pfeiffersches Drüsenfieber, eine Kehlkopfentzündung oder auch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen. Diese können allesamt mit Schonung und Antibiotika behandelt werden. Riskant können Halsschmerzen aber dann sein, wenn keine weiteren Begleitsymptome eines grippalen Infekts oder genannter Virusinfektionen mit einhergehen. Ein Gang zum Arzt macht außerdem dann Sinn, wenn zusätzliche Symptome auftreten. Folgt den Halsschmerzen Fieber über 39 Grad oder Atemnot, so sollten Sie an Wochenende sogar die Ambulanz aufsuchen. Klingen die Schmerzen nicht ab, sondern verstärken sich sogar, sollte die Ursache ebenso mit dem Arzt Ihres Vertrauens abgeklärt werden.

Halsschmerzen, welche länger als zwei Wochen anhalten, können ein Zeichen für eine schwerwiegendere Erkrankung sein und sollten deswegen unbedingt beim Arzt untersucht werden.

In der Regel muss man auch bei abnormalen Halsschmerzen keine Panik bekommen. Dennoch gibt es ernstzunehmende, schwere Erkrankungen, welche sich durch Halsschmerzen erstmals bemerkbar machen.

Krebs als Ursache?

Bildet sich ein Tumor im Rachen- oder Kehlkopfbereich, so macht dieser sich oft durch Halsschmerzen bemerkbar. Tatsächlich können Schmerzen im Hals die ersten Anzeichen auf Krebs im Mundbereich sein. Diese unterscheiden sich jedoch von den „klassischen Halsschmerzen“. Halsschmerzen im Verlaufe einer Erkältung lassen innerhalb von wenigen Tagen nach und können durch Hausmittel wie Tee und Honig abschwächen. Bei Halsschmerzen im Zuge einer Tumorerkrankung treten diese jedoch chronisch auf. Durch das Wachsen des Krebses, beeinträchtigt dieser das Gewebe in seiner Umgebung. Dadurch kann bei Krebs im Bereich der Atemwege auch Halsschmerzen auftreten. Haben Sie bei den nächsten Halsschmerzen jedoch keine Angst! Meistens handelt es sich schlichtweg um obengenanntes Begleitsymptom eines grippalen Infekts.

„Wenn einem etwas sauer aufstößt“ – Reflux als Ursache von Halsschmerzen

Halsschmerzen treten häufig im Zusammenhang mit Reflux auf. Bei Reflux handelt es sich umgangssprachlich auch um Sodbrennen. Dabei steigt der saure Mageninhalt den Rachenraum hinauf und löst somit ein Brennen und Schmerzen im Hals aus. Das Sodbrennen gilt als Zivilisationskrankheit. Es entsteht durch Konsum von Tabak und Alkohol. Psychische Faktoren und eine schlechte Ernährung begünstigen ebenso die Entstehung chronischen Sodbrennens. Auch wenn viele Menschen ab und an vom Aufsteigen der Magensäure betroffen sind, so darf Reflux keines Falls unterschätzt werden. Es ist bewiesen, dass dieser nämlich ein erhöhtes Risiko auf Speiseröhrenkrebs hervorruft. Sollten Sie also bemerken, dass Ihre Halsschmerzen durch regelmäßiges Sodbrennen hervorgerufen werden, ist ein Gang zum Arzt unumgänglich.

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